Wiedereinstieg ins Training nach Sportverletzungen

Fast jeder Sportler ist irgendwann einmal mit einer Sportverletzung konfrontiert, die ernsthaftes Training für Wochen oder gar Monate unmöglich macht. So ungelegen die Trainingspause kommt, so zügig soll der Wiedereinstieg ins Training nach der Behandlung meist wieder erfolgen. Um den Körper dabei nicht zu überlasten und Folgeschäden zu vermeiden, ist es sinnvoll, das Training mit Geduld anzugehen – und dabei genau auf die Signale des Körpers zu hören.

Ist-Zustand feststellen: Die sportorthopädische Untersuchung

Besonders nach schweren Verletzungen an Sehnen, Bändern, am Skelett- und am Muskelapparat ist es sinnvoll, von einem Fachmediziner (z.B. Orthopäde oder Sportmediziner) abklären zu lassen, in welchem Ist-Zustand sich der Körper befindet. Im Rahmen einer sportorthopädischen Untersuchung geht es darum, den individuellen Zustand des Bewegungs- und Stützapparates zu analysieren und sportmedizinisch zu beurteilen. Wie genau eine auf den Patienten maßgeschneiderte leistungsdiagnostische Untersuchung aussehen kann, darüber informiert die ORTHOPARC-Klinik (mehr zur orthopädischen Klinik und ihrer Expertise hier). Untersucht wird in einer vollständigen Analyse nicht nur der verletzte Körperteil, sondern der Gesamtzustand des Bewegungsapparates. Die Verletzung, Skelettgeometrie und Fehlstellungen finden dabei ebenso Beachtung wie der Zustand von Muskeln, Bändern und Sehnen. Am Ende steht eine genaue Beurteilung der aktuellen Leistungsfähigkeit und Schwachpunkte – eine gute Grundlage zur Erarbeitung eines Trainingsplanes, der fordert, aber nicht überfordert.

Rehabilitation – Grundlage für den Wiedereinstieg ins Training

Der Wiedereinstieg in ein regelmäßiges Training fängt schon während der Rehabilitation an. Aus gutem Grund: Denn wer während der Genesungsphase vollständig auf Bewegung und Training verzichtet, verliert schnell an Ausdauer, Kraft, aber auch an technischem Können und Motivation. Natürlich sollte eine Verletzung erst vollständig ausheilen, bevor an ein reguläres Training zu denken ist. Bis dahin besteht aber die Möglichkeit, im Rahmen der medizinisch notwendigen Rehabilitation Beweglichkeit, Gelenkigkeit und Kraft zu trainieren, um im Anschluss nicht vollkommen bei null anfangen zu müssen. Um das aerobe Fitnessniveau aufrecht zu erhalten, setzen viele Sportler auf alternative Sportarten, die die verletzte Stelle nicht oder nur wenig belasten. Vorteil dieses alternativen Trainings: Damit lassen sich Muskelgruppen trainieren, die dabei helfen, die verletzte Stelle zu stützen und zu entlasten, was auch langfristig von Vorteil ist.

Schrittweise zurück ins Training

Erst nach vollständiger Genesung kann langsam wieder mit dem Training begonnen werden. Die Betonung liegt hier auf langsam – denn mit dem gewohnten Trainingsplan einzusteigen wäre grundverkehrt und würde lediglich zu Überlastung, Schmerzen und schlimmstenfalls Folgeschäden führen. Ein sinnvoller Einstieg ist ein maßvolles Ausdauer- und Koordinationstraining – maßvoll sowohl im Hinblick auf die Trainingsdauer als auch in Sachen Trainingsintensität. Zwischen den ersten Trainingseinheiten sollte jeweils mindestens ein Tag Pause liegen. Denn schließlich benötigt der Körper Zeit, sich wieder an die Trainingsbelastung zu gewöhnen. Nach einigen Tagen kann damit begonnen werden, die Trainingseinheiten zuerst einmal zeitlich auszuweiten. Auch hier gilt: Es geht nicht um Leistung, sondern um Gewöhnung an die höhere Belastung. Als Richtwert gilt: Etwa um zehn Prozent pro Woche darf sich die Trainingsintensität bzw. -dauer steigern. Sobald Schmerzen auftreten, sollte das Training abgebrochen und in den nächsten Einheiten reduziert werden. Schmerzen sind ein deutlicher Hinweis auf Überbelastung. Ebenfalls wichtig ist es zu wissen, was die Verletzung herbeigeführt hat. Waren falsche Bewegungsabläufe Schuld, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Technik anzupassen.

Vorsichtiger Aufbau statt ehrgeiziger Ziele

Grundsätzlich gilt nach einer Verletzung: Genesung und die Vermeidung von weiteren Schädigungen und Schmerzen hat immer Vorrang. Besonders wichtig ist es, die Verletzung gut ausheilen zu lassen und nicht zu früh mit dem Wiedereinstieg ins Training zu beginnen. Das bedeutet auch, ehrgeizige Ziele wie z.B. die Teilnahme an Wettkämpfen im Zweifelsfall zu verschieben. Wer langsam mit dem Training beginnt, einen neuen Trainingsplan erstellt und versucht, frühere Trainingsfehler zu vermeiden, ist auf einem guten Weg, schnell wieder das alte Leistungsniveau zu erreichen.

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