Schwimmtools – weniger ist mehr

In Sachsen sind die Schwimmhallen wieder geöffnet und wir sehen wieder Pullbuoy, Paddles, Flossen, … viel Technik am Beckenrand – das lässt darauf schließen, hier sind Triathleten im Wasser.

Schwimmen hat viel mit Körpergefühl zu tun. Kraulschwimmen ist ein komplexer Bewegungsablauf und um den zu erlernen und zu verbessern, „zerlegen“ wir ihn in kleine Teilschritte die wir einzeln trainieren. Wir sind nicht multitaskingfähig – auch Frauen nicht 🙂 – und trainieren deshalb immer nur EINEN Schwerpunkt pro (25m)Bahn.

20161119-IMG_0883_MQ_3000pxWenn ihr euch z.B. auf Armzug und Atmung konzentriert und euch den Pullbuoy zwischen die Oberschenkel klemmt, müsst ihr euch nicht um eure Körperspannung kümmern. Paddles werden zur Verbesserung der Kraftausdauer genutzt. Je größer die Abdruckflächen umso schneller seid ihr unterwegs. Allerdings steigt mit der Fläche und der Nutzungsdauer auch das Verletzungsrisiko und sinkt das Technikgefühl.

Schwimmbrille und Schwimmkappe sind ein MUSS im Schwimmtraining – Pullbuoy, Paddles oder Flossen dagegen ein sinnvolles Hilfsmittel, die gezielt und sparsam genutzt werden sollten. Alle Technikübungen sind auch ohne technische Hilfsmittel umsetzbar, was den Vorteil hat gleichzeitig am Wassergefühl und der Körperspannung zu arbeiten.20161119-IMG_0820_MQ_3000px

Eure Schwimmtechnik wird nur besser und eure Zeiten schneller, wenn ihr euch die Freundschaft des Wassers „erarbeitet“ – deshalb weniger ist mehr. Setzt Trainingsreize indem ihr verschiedene Lagen (Kraul, Brust, Delphin, Rücken) in eueren Trainingsprogrammen schwimmt und Technikübungen ohne Hilfsmittel absolviert (z.B. Kraul Beine). Versucht „zu fühlen“ wie sich eure Wasserlage dabei auf euren Vortrieb auswirkt – Körperspannung und Wasserlage sind die Schlüsselworte.

Tipps und Trainingshinweise für euer Schwimmtraining vermitteln wir euch in unseren Schwimmseminaren. Auf unserer Webseite unter „Vorträge – Seminare“ findet ihr Themen und aktuelle Termine … viel Spaß dabei 🙂