Entspannter BerlinMan 2018

Aller zwei Jahre Anfang September ist das Strandbad Wannsee Gastgeber für den BerlinMan Triathlon, der in diesem Jahr mein Triathlon Hihglight in der zweiten Jahreshälfte sein sollte.

Schon die Anreise gestaltete sich entspannt, nach 2,5 Stunden Autofahrt Ankunft am Samstagnachmittag in der Jugendherberge Wannsee. Ich hatte mich Anfang des Jahres bewusst für diese Übernachtungsmöglichkeit entschieden, denn die lag keine 800m von der Wechselzone entfernt und damit waren kurze Wege zur Wettkampfbesprechung, zum Start und zur Wechselzone möglich.

Die Pastaparty war eine Müsliparty mit Kaffee und Kuchen und verkürzte die Wartezeit bis zur  Wettkampfbesprechung. Es gab ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Nadin und Olli, Maren und Tobi und Gespräche mit vielen Startern, die wie ich das erste Mal hier starten oder den BerlinMan schon mehrmals gefinisht haben.

Gegen 22Uhr lag ich im Bett und fieberte dem nächsten Morgen entgegen. Das die Nacht kurz war, lag nicht nur an der Aufregung, die trotz der vielen Triathlon-Wettkämpfe die ich absolviert habe vor jedem Wettkampf immer wieder da ist, sondern vor allem daran dass ein paar Leute von 0.30-2.30 Uhr lange Diskussionen über den Sinn des Lebens vor unserem Fenster führen mussten.

Vom Frühstücksbuffet gab’s für mich nur einen Kaffee und meine mitgebrachten Haferflocken inkl. Joghurt und Obst. Diese Zusammenstellung hat sich in den letzten zwei Jahren bewährt und auch meinem Magen gefallen, der sich immer wieder meldet wenn ihm das was ich zu mir nehme nicht bekommt. Das hat auch Konsequenzen für meine Wettkampfverpflegung, die ich seit zwei Jahren ausschließlich in flüssiger Form zu mir nehme und die seit diesem Jahr Maurten heißt.

Nach dem Einchecken in der Wechselzone und einrichten meines Platzes, machte ich mich auf den ca. 800m langen Weg zum Schwimmstart. Das Thermometer zeigte 18°C und die Wassertemperatur wurde von den Kampfrichtern mit 19°C gemessen. Also Neo erlaubt und der Wetterbericht versprach optimales Triathlonwetter.

Mitte August ging meine Polar V800 kaputt und die Info vom  Polar Service hieß ca. 5 Wochen Reparaturzeit. Der Dresdner Laufsportladen hatte mir kurzfristig eine Reserveuhr zur Verfügung gestellt, aber ich hatte mich die letzten Tage schon darauf eingestellt den Triathlon ohne Uhr und Radcomputer zu absolvieren. Der Gedanke gefiel mir mit der Zeit immer besser, sodass ich mich entschied die Reserveuhr im Auto zu lassen und mal wieder auf mein Körpergefühl zu hören.

So ging ich völlig entspannt und ohne (Zeit)Druck in den Wannsee und schwamm zur Starlinie.
Mit dem Startschuss Punkt 8Uhr wurde ich mit weiteren 270 Startern in der ersten Startwelle auf die Reise geschickt. Am Anfang wie immer ein bisschen Gewühle und Kontakt mit dem einen oder anderen Körperteil meiner Mitschwimmer.  Das Feld zog sich auseinander und ich fand schnell meinen Rhythmus.
Zu schwimmen war ein 2,2km langer Rundkurs im Wannsee und als ich wieder am Strand vom Strandbad aus dem Wasser stieg zeigte die große Uhr auf dem Rettungsschwimmersteg 08:38Uhr. Die Zeit fand ich nicht so schlecht und machte mich motiviert auf den Weg über 89 Stufen hoch in die Wechselzone.

Neo aus, Helm auf, Startnummer auf den Rücken und schon war ich auf dem Weg zur Radstrecke. Eine 22,5km lange Runde musste 4mal durch den Grunewald, vorbei an der Heerstraße und dem Messegelände gefahren werden. Es gab einen kleinen Anstieg und eine Kopfsteinpflasterpassage, die zwar nicht mit dem Kopfsteinpflaster beim Schloss-Triathlon Moritzburg mithalten kann, aber die man trotzdem konzentriert fahren muss um nicht Verpflegung oder Werkzeug zu verlieren.
Die Strecke war kurzweilig, meine Beine fühlten sich gut an und ich konnte das Tempo für meine Verhältnisse relativ hoch halten – auch wenn ich nicht genau wusste wie schnell ich wirklich war. Nach den 4 Runden kam ich wieder in der Wechselzone an und hatte das Gefühl eine lockere Trainingseinheit absolviert zu haben.

Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe funktionierte problemlos und schon war ich auf der Laufstrecke. Die erinnerte mich sehr an die Runde im Moritzburger Forst (nur ohne den Anstieg zum Hellhaus) und auf der ich mich sofort wie zu Hause fühlte. Durch die Rundenlänge von 5km, die 4mal gelaufen werden musste, war die Strecke nie langweilig, immer voll und die Zuschauer sehr nah dran an den Triathleten.

Ich hatte mir vorgenommen ein Tempo zu laufen ohne an’s Limit gehen zu müssen und vor allem Spaß zu haben. Die Beine fühlten sich gut an und mein Zeitgefühl sagte mir das das Tempo so schlecht nicht sein konnte. Auf der letzten Runde lief Nadin zu mir auf und ich überlegte kurz ob ich an ihr dran bleiben sollte – hab’s dann doch nicht gemacht und sie ziehen lassen. Auf den letzten Metern nochmal Kinderhände abklatschen, nach dem 4. Rundenband greifen und mit einem breiten Grinsen im Gesicht durch die Zielgasse in’s Ziel laufen.

In den Ergebnislisten stand dann eine Zeit von 5:21:58h und ein zweiter Platz in der AK. Wenn ich an Nadin dran geblieben wäre hätte ich den Ersten der AK wahrscheinlich auch noch gekriegt. Aber egal, ich hatte Spaß, der Magen hat keine Probleme gemacht und ich schon lange keinen so entspannten Triathlon gefinisht 🙂

Fazit und Highlights – der BerlinMan-Triathlon hat richtig Spaß gemacht, die Strecken ähneln sehr den Strecken vom Schloss-Triathlon Moritzburg, war abwechslungsreich und kurzweilig

  • nach dem 2,2 Kilometer langen Schwimmen sind die 89Stufen hoch zur Wechselzone eine erste Herausforderung
  • auf der 90 Kilometer Radstrecke summieren sich die Anstiege auf ca. 700 Höhenmeter
  • die 20 Laufkilometer führen idyllisch durch den Grunewald
  • ich sollte öfter ohne GPS, CRM & Co. und nur nach Körpergefühl laufen

Bilder
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Über diesen Lauf und meine anderen Wettkämpfe vom Ultralauf bis zum Ironman erzähle ich gern in einem Vortrag. Dabei gebe ich auf sympathische und kompetente Weise einen Einblick in den Alltag eines ambitionierten Sportlers, Trainers und Organisators von Sportveranstaltungen. Spanne einen Bogen in das tägliche Arbeitsleben und gehe auf die Themen Zeitmanagement, Selbstorganisation, Motivation und “work life balance” ein. Für einen Termin schickt mir bitte einfach eine Anfrage über das Kontaktformular

Seminare 2018
  • 27.01.2018
    Schwimmtechnik-Seminar – Neustadt/Sa.
  • 16.-18.02.2017
    Trainingslager Moritzburger TV – Rabenberg
  • 23.02.-27.04.2018
    Schwimmtechnik-Seminar – Pirna
  • 17.03.2018
    Schwimmtechnik-Seminar – Radebeul
  • 25.3.-27.05.2018
    Triathlonkurs – Dresden
  • 26.05.2018
    Freiwasserschwimmseminar – Radebeul
  • 17.11.2018
    Schwimmtechnik-Seminar – Berlin
Wettkämpfe 2018
  • 22.04.2018
    Wien Marathon (M)
  • 02.06. 2018
    NeuseenMan (HD)
  • 02.09.2018
    BerlinMan (HD)
  • 21.10.2018
    Dresden Marathon (M)