Bergtest Wehlen

Der Bergtest Wehlen findet seit 1980 jährlich am letzten Sonnabend im Monat März in der Sächsischen Schweiz statt, bei der knapp 1400 Höhenmeter zu bewältigen sind und die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Elbsandsteingebirges vorbeiführt. Die kann man wandern oder auch laufen 😊

Normalerweise ist Anfang Juni die heiße Phase der Organisation vom Schloss-Triathlon Moritzburg. Den mussten wir aber, wie auch 2020 schon wieder absagen. Die frei gewordene Zeit habe ich sinnvoll genutzt und bin diesen Bergtest Wehlen gelaufen. Die Posts von Tell, Ulf, Nolle, … , die die Strecke in den letzten Tagen gelaufen sind, haben ich mich an meine To-Do-Liste erinnert, auf der der Bergtest auch steht. Um den Kopf frei zu kriegen, wollte ich wie im letzten Jahr auch wieder alleine laufen.

Eine große Planung war nicht notwendig, die Streckenführung habe ich mir von Komoot auf meine Polar V2 geladen, den Laufrucksack gepackt und es konnte losgehen. Die Anreise von Dresden mit der S-Bahn dauert 30 Minuten und kurz nach 9 Uhr stand ich am Bahnhof in Wehlen und bin losgelaufen.

Es geht gleich bergauf über den Damengrund in Naundorf durch`s Schwarze Loch nach Thümsdorf zur Festung Königstein . An der Festung lauf ich genauso vorbei, wie an der Palm- und Latzhütte. Über die Bielabrücke und den Kirchleitenweg geht`s über den Bequemen Weg vorbei am Pfaffenstein über`s Nadelöhr und Paffendorf zurück nach Königstein.

Die Fähre in Königstein liegt am anderen Elbufer und scheint unbesetzt. Es ist nicht viel los an diesem Vormittag und ich steh allein auf dem Anleger. Bevor ich mir Gedanken machen muss, wie ich auf die andere Elbseite komme, legt die Fähre aber ab und kommt zu mir rüber. Der Fährmann hatte sich unter Deck „versteckt“.

Auf der anderen Elbseite in Halbestadt geht`s über den Tempelberg wieder bergauf über den Leichenweg und Südaufstieg hoch auf den Lilienstein. In der Felsbaude Lilienstein gönne ich mir ein Radler und laufe über den Nordabstieg und den Lottersteig weiter nach Rathen.

In Rathen angekommen grummelt es aus Richtung Pirna/Dresden und ich überleg kurz das anziehende Gewitter in Rathen abzuwarten. Meine Wetter-App sagt mir aber, dass das Gewitter um Rathen und Hohnstein einen Bogen macht und ich, wenn alles passt um das Gewitter herumlaufen könnte – also laufe weiter 😊

Über den Koppelgrund geht`s weiter auf dem Füllholzweg zum Ziegenrücken in`s Polenztal. Das Gewitter hat es nicht bis in`s Polenztal geschafft. Der Himmel öffnet aber seine Schleusen und ich bin in kurzer Zeit pitsch nass bis auf die Haut. Der Regen gibt dem Tal ein bizarres Bild – heftiges Grün und Natur pur. Einfach stehen bleiben und die Bilder genießen – trotz Regen 😊

Kurz hinter dem Gasthaus Polenztal geht`s links über die Wolfsschlucht hoch zum Hockstein. Die Wolfsschlucht ist eng und schmal und teilt den Hockstein in zwei unterschiedlich große Einzelfelsen. Die Felswände sind mit Quarzadern durchsetzt und der Höhenunterschied wird auf Eisentreppen überwunden. Den Eingang bildet ein künstlich zugespitztes ‚gotisches’ Felsentor.

Über die Teufelsbrücke führt der Weg bergab zum Amselgrund und durch die Schwedenlöcher wieder hoch zum Steinernen Tisch.

Die letzten 3km ist nochmal Konzentration gefragt, es geht steil bergab über den Schwarzbergweg und Schanzengrund runter zur Elbe.
Nach 35km, 1400 Höhenmetern und reichlich 5 Stunden komm ich glücklich und zufrieden in Wehlen an der Fähre an.
Jetzt ist auch der Kopf frei für die nächsten sportlichen Herausforderungen, die ich für den Sommer geplant habe – lasst euch überraschen 😊
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Über diesen Lauf und meine anderen Wettkämpfe vm Ultralauf bis zum Ironman erzähle ich gern in einem Vortrag. Dabei gebe ich auf sympathische und kompetente Weise einen Einblick in den Alltag eines ambitionierten Sportlers, Trainers und Organisators von Sportveranstaltungen. Spanne einen Bogen in das tägliche Arbeitsleben und gehe auf die Themen Zeitmanagement, Selbstorganisation, Motivation und “work life balance” ein. Für einen Termin schickt mir bitte einfach eine Anfrage über das Kontaktformular

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